Dienstag, 20. September 2011

Mentalita Kölsch 16


Titel: Mentalita Kölsch 16
Herausgeber: Wilde Horde
Erscheinungsdatum:  Januar 2011
Seiten: 128, komplett farbig
Preis: 3,50

Auf prallen 128 vollfarbigen Seiten kommt zum Jahresbeginn die neue Ausgabe vom Mentalita Kölsch aus der Druckerpresse. Layout und Fotos wirken professionell. Der Gesamteindruck passt.

Die Spielberichte nehmen einen relativ großen Platz ein, lesen sich aber nicht unbedingt langweilig. Ein lockerer Stil gepaart mit leichter Kölscher Überheblichkeit gestaltet das Lesen angenehm. Alle Berichte sind ausreichend bebildert und untermauern so den Eindruck vom Geschriebenen.

Wie aktuell in vielen anderen Heften auch werden die Themen „Pyrotechnik legalisieren“ und die Demo „Zum Erhalt der Fankultur“ aufgegriffen, wo die Kölner mit insgesamt vier Bussen vertreten waren. Die Junge Horde stellt sich ebenfalls vor. Die Jugendgruppe der Wilden Horde gibt einen Einblick in ihre Struktur, aber auch ganz banale Fragen werden beantwortet. Das Kölsche Lexikon und ein Bericht über die Entstehungsgeschichte des Kölner Karnevals erzählen ein paar nette Geschichten aus der Stadt.

Wenn man an dieser Stelle ein Vergleich zum Fanzine der Coloniacs dem Kallendresser zieht, fällt sofort auf, dass die vorliegenden Berichte nicht ganz so ausführlich sind, dafür aber reicher bebildert sind. Für den Außenstehenden eventuell etwas interessanter. Ich muss zugeben, dass ich auf kaum auf einer Seine mein Lesetempo erhöht habe, um zum Ende eines Artikels zu kommen.

Abgerundet wird das Mentalita Kölsch mit einer Darstellung zum ersten Besuch auf der Virage Auteuil und eine Beschreibung zur aktuellen Lage in Paris. Besonders hier sollte man aufmerksam mitlesen. Teilweise sehr bedrückend, wenn man sieht, was in unserem Nachbarland so los ist. Präsident Robin Leproux, wurde mittlerweile abgesägt, dafür hat man jetzt Investoren aus Qatar mit im Boot sitzen. Wir dürfen gespannt sein, wie es weiter geht in Paris. Bald täglich gibt es Veränderungen an der Seine. Momentan erwägen manche Ultras wieder eine Rückkehr ins Stadion, bzw. haben sie schon vollzogen.
Zusammengefasst ein gelungenes Heft, dass nicht nur für Kölner lesenswert ist.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen