Mittwoch, 16. September 2015

Saarboteur 6+7


Herausgeber: Einzelpersonen (Saarbrücken)
Erscheinungsdatum: Juli 2015
Seiten: 132
Preis: 4 €


Zu einem meiner "Must-Haves" zählt nach wie vor der Saarboteur, der etwa ein Dreivierteljahr nach der von mir schon gelobten Nummer fünf in der Sommerpause 2015 durch die Druckerwalzen lief.
132 Seiten sind natürlich sehr stabil (im wahrsten Sinne des Wortes, gute Heftung), ich hatte aber vermutet, dass sich in zwei Jahren sogar noch mehr an Output anstaut. Macht aber überhaupt nichts, denn so hat's genau die richtige Größe, wobei ich persönlich den Sinn von Doppelausgaben nicht so recht verstehe.

Hin und wieder merkt man bzw. es wird ja direkt erwähnt, dass die Berichte teilweise schon länger zurückliegen, mitunter fast zwei Jahre, und die Autoren teils echt im Gedächtnis wühlen müssen. Das kann auf Dauer manchmal etwas abturnend sein, ist aber in den meisten fällen ganz elegant gelöst worden.

Wie immer wird aber eine gute Mischung aus allen Himmelsrichtungen serviert, vor allem Marokko fand ich gut, wobei es schon interessant ist, wie der Schreiber nahezu jedes einzelne Liedtitel aus den Kurven dokumentiert.
Auch Australien/Neuseeland hat mir echt gefallen, obwohl ich wohl zu den wenigen in meinem Alter gehöre, die in diese Region keine Reiseabsichten hegen. Naja, nach den Erzählungen von den Kurven von Melbourne Victory und Western Sydney ja vielleicht doch ;) Landschaftlich muss es auch top sein, aber das kann man ja nicht anhaltend so gut schriftlich rüberbringen. Die Fotos, insbesondere das auf der Rückseite von den Twelve Apostles, sind allerdings schon verlockend...

Schön auch die Synonyme von Hauptschreiber Ray, dem schon ein ganz eigener Stil attestiert werden kann, ist jedenfalls alles andere als ne lasche Schreibe. Stichwort: "Erzwungenes Fünf-gegen-fünf vom Punkt" für's Elfmeterschießen. Auch die Katalonien-Reise, der Party-Urlaub in Dalmatien, Einwürfe wie Herne, Sursee mit dem Stadion Schlottermilch (!) (by the way: im aktuellen Schnitzer #10 gibt's einen Eishockeybericht aus der benachbarten Halle), Zwigge-FCM oder auch Dänemark passen ins Konzept. Natürlich las ich mit Neugier auch den Bericht vom Werder-Spiel in Nürnberg. Wir werden ja oft dafür belächelt, dass es so viele Gruppen gibt oder die Stimmung nicht immer brachial ist, aber dass eintönige Singen des Bundesliga-Standards hab ich über uns dann doch schon länger nicht mehr gelesen. Vielleicht hat der Autor aber ja doch Recht...

Ehrlich auch die Worte zur eigenen Kurve, die FCS-Awaymatches fließen nach wie vor ins Heft ein. Man merkt, dass da der sportliche Abstieg leider sehr aufs Gemüt drückt, lese ich auch in ähnlicher Weise bei den FCN-Berichten im Daggl hier und da raus. Insgesamt wieder ein sehr gutes Heft, hat Spaß gemacht und ich erwarte sehnlichst die nächste Ausgabe. Am Ball bleiben!

STS

Freitag, 28. August 2015

Doppelrad 01/2015

Herausgeber: Ultraszene Mainz
Erscheinungsdatum: März 2015
Seiten: 116
Preis: 6 €

Das Mainzer Doppelrad im neuen Gewand. Nach längerer Auszeit bringt auch die Ultraszene Mainz (USM) wieder ein Gruppenheft auf den Markt. Ab dieser Ausgabe im A4-Format auf 116 farbigen Seiten. Auf eine fortlaufende Nummerierung der Hefte wird verzichtet. Stattdessen geben die Rheinhessen im Stile eines Magazins nur Monat und Jahr zur Einordnung an. Benannt ist die Kladde nach dem bekannten Mainzer Rad, welches auch im Stadtwappen deutlich zu erkennen ist.

Wo wir gerade beim Rad sind: Man muss es ja nicht komplett neu erfinden, aber ein paar kleine Innovationen hätte ich mir durchaus gewünscht, um auf dem "Gruppenhefte-in-A4-Format"-Markt ein Zeichen zu setzen. Um den Platzhirschen Ya Basta (Ultras Nürnberg), Stöffche (Ultras Frankfurt) und Stoccarda (Commando Cannstatt) ein wenig Paroli zu bieten.

Das ist aber leider auch das Problem von vielen Gruppenheften. Sie sind austauschbar. Spielberichte, Fotos und Rubriken (Unsere Freunde, unsere Stadt, unsere Kurve usw.) findet ihr heutzutage in jedem Gruppenheft. Die einzige Möglichke
it: Man muss sich mit guten Geschichten von der Masse abheben. Das schaffen die Mainzer nur bedingt. Die Geschichte der Freundschaft mit Iraklis ist zwar interessant und gut erzählt, hingegen herrscht bei den Spielberichten eher Eintönigkeit. Ein weiterer positiver Ausreißer ist der Bericht von der Europapokal-Tour nach Tripoli, nach der für die Mainzer wieder einmal Endstation war. Ergo: Keine Europapokal, keine Touren, keine Geschichten. Wenn ein Gruppenheft nur vom Ligaalltag leben muss, ist es nicht einfach für den neutralen Leser ein aufregendes Werk zu schaffen. Positiv zu erwähnen ist aber noch die schöne Bebilderung der Artikel.

Wer sich für die Mainzer Kurve interessiert, kann hier ruhig zugreifen, auch wenn die aufgerufenen sechs Euro für 116 Seiten etwas happig sind. Wobei das Pendant von den Kollegen der Handkäsmafia ebenfalls ne Stange Geld kostet. Vielleicht gibt es in Mainz und Umgebung auch keine günstigen Druckereien. Möglich wär es. ;-)

Donnerstag, 30. Juli 2015

Der Daggl 8

Herausgeber: Einzelpersonen (1. FC Nürnberg)
Erscheinungsdatum: April 2015
Seiten: 132
Preis: 3,30 €


Das Gekläffe aus Nürnberg bereicherte mich die letzten Tage mal wieder. Etwas verspätet, denn den Poststreik bekam die Daggl-Redaktion und nicht zuletzt die Leserschaft in vollem Umfang zu spüren. Angekommen ist er zum Glück irgendwann und die Warterei wurde mit der gewohnt guten Qualität entschädigt. Gleich vorweg was zum Cover. Anspielung auf den angeblich einzigen Film, der jemals in Nürnberg gedreht wurde. Dass es sich dabei um so einen chaotischen Kultstreifen wie "Macho Man" handelt, passt durchaus zum Heft, ohne den Film noch im Detail vor Augen zu haben. Schon das Titelbild der Nummer 6 und der 7 waren recht originell, das gezeichnete Cover der Nummer 8 ist ebenso speziell und sehr einprägsam. Das empfand ich nicht immer so, die ersten Ausgaben des Daggls hatten da in meinen Augen öfter mal nen 08/15-Cover, was aber kein ernsthafter Kritikpunkt ist.

Der Daggl existiert erst seit knapp drei Jahren und in den kommenden Wochen wird die Nummer 9 präsentiert, sprich der Vier-Monatsturnus wurde von der Redaktion um Benny und Co. locker gehalten. Respekt. In meiner ersten Rezension vom Daggl sprach ich ja die überdurchschnittlich große Fanzine-Erfahrung der Autorencrew an, der Großteil ist sowohl schreiberisch als auch hoppingtechnisch sehr fit, weswegen da reichlich neuer Stoff zusammen kommt. So etwa direkt zum Einstieg von Freidoch, der mit einem Wohnmobil durchs Baltikum bis nach Russland - beinahe bis Murmansk - und zurück brettert und jede Menge Infos (etwa die Russifizierung Lettlands zu Sowjetzeiten) oder Anekdoten und Fotos (Wodka-Leichen) bietet. Wenige Seiten weiter hinten berichtet Schammi von der WM 2014, wobei die Route Frankfurt-Addis Abeba-Lomé-Sao Paulo mehr schockt als der WM-Report an sich.

Interessant fand ich die Schilderungen im Zuge des legendären Abbruchsspiels zwischen Serbien und Albanien in der EM-Quali, denn Autor psa schreibt erfrischend kritisch über den teils harten Nationalismus in den Kurven - gibt's ja ehrlich gesagt äußerst selten in der deutschen Fanzine-Landschaft (sonst lautet das Motto in deutschen Heften ja doch eher: 'Die haben schon ihre Gründe und es obliegt uns nicht, das kacke zu finden' - so ein Quatsch!). Gefreut hat mich auch, wieder was von Marc04 zu lesen, gewohnt gute Qualität bei seinem Balkanbericht. Nur die Verbindung mit dem Kackstift und der hypnotisierenden Meeresorgel in Zadar hab ich nicht gerafft... ;-)

Was den Daggl noch ausmacht: Die verschiedenen Rubriken, wie zum Beispiel die Präsentation der Fanzine-Geschichte des Clubs (diesmal mit dem durchaus noch bekannten "Schlagstock Anal", der FCN-Classic-Bericht, "Der Glubb is a Depp - Wir sind der Glubb" und die Fanzine-Reviews. Das zeugt von Vielfalt und Kreativität und hebt sich vom klassischen Spielberichte-Hopping-Heft ab.

Allgemein ein richtig gutes Ding, weil es auf die Konformität scheißt und so eben auch mal vom Triathlon aus erster Hand berichtet wird, und das unerwarteterweise interessant! Ich freue mich auf die nächste Ausgabe.

STS

Dienstag, 14. Juli 2015

Grober Schnitzer #10 ab heute zu haben


Hooray hooray, it's Grober Schnitzer-day...! Die Schnitzer-Redaktion, deren Autorenteam sich komplett aus Werder-Anhängern zusammensetzt, haut wie immer zur Sommerzeit ihr neues Heft raus, diesmal die Jubiläumsausgabe 10. Neben den Erlebnissen mit dem SVW aus der abgelaufenen Saison 2014/15 flattern jede Menge Berichte aus Nah und Fern rein.

Die Liste der besuchten Schurkenstaaten konnte dabei mit einem Trip nach Nordkorea um ein weiteres Land erweitert werden. Zudem führten die Fußballreisen durch China, England, Dänemark, Frankreich, Italien, Jamaica, den Kosovo, Mauritius, Mazedonien, Polen, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechien, die Türkei und BeNeLux. Fanzine-Rezensionen und ein fünfseitiger Rückblick auf zehn Ausgaben Grober Schnitzer rutschen auch noch ins Heft, so dass 112 Seiten locker gefüllt wurden.

Bestellen könnt ihr wie üblich unter: castroxieme@yahoo.fr

Mittwoch, 17. Juni 2015

Jottwede #3

Titel: Jottwede 3
Herausgeber: Mitglieder des Wuhlesyndikats (Union Berlin)
Erscheinungsdatum: April 2015
Seiten: 124
Preis: 3 €

Die dritte Ausgabe Ausgabe des Groundhopping-Heftes aus der Köpenicker Ultrasszene erschien ziemlich genau anderthalb Jahre nach dem Debüt, womit der halbjährliche Turnus der Berliner stabil gehalten werden kann. Stabil ist auch die Tacker- bzw. die - ums fachsprachlich auszudrücken - Rückdrahtbindung, die dank des deutlich dickeren, aber stets elastischen Umschlags auch nach der x-ten "Rollung" des Heftes die 124 Seiten einwandfrei zusammenhält. Inhaltlich werden Reiseberichte aus 20 Ländern zusammengekratzt, die Landkarte (ich finde ja, es müsste viel öfter Karten in solch Heften zur Veranschaulichung der Wege oder Ziele geben) auf der zweiten Seite gibt da im JWD immer einen schönen Überblick.

Südamerika habe ich mir als erstes reingezogen, da ich von dort schon länger nichts mehr gelesen habe und ich mich dieser Kontinent nach wie vor ungemein reizt. Endlich mal wieder was aus Buenos Aires, wo sich zeitweise sieben Unioner trafen und fast jeder mal an die Schreibmaschine durfte. Durchweg gut wiedergegeben, zahlreiche Geschichten innerhalb der Geschichte (Stichwort Spielbesuch in Dock Sud) und ohne maßlos übertriebene Tifo-Lobhuddelei. Sonderlob fürs Busfoto mit den etwa 40 Hinchas von Union de Santa Fe auf'm Dach.

Wie immer gesellen sich mehrtägige Touren nach Italien, über den Balkan oder nach Polen und Weißrussland. Interessant muss die Nachtzugfahrt von Bukarest nach Sofia gewesen sein... Oder wie würdet ihr die Situation einschätzen, wenn zwölf Deutsche aus unterschiedlichsten Szenen sich das erste Mal in einem Wagon auf kleinstem Raum gegenübersitzen? Auffällig die immer mal wiederkehrende Betonung, wenn mal nicht ein Knaller besucht wurde. Ist mir ehrlich gesagt auch schon passiert, dass ich sowas mit leichtem Rechtfertigungsdrang geschrieben habe, aber ich find's ehrlich gesagt gut und authentisch, wenn eben nicht ständig und fortwährend von den Clasicos und Derbys berichtet wird, sondern eine Kurve im "Alltag" beurteilt wird. Ist aber auch echt nur ne Mini-Bemerkung.

Die Positiv-Erscheinungen überwiegen bei Weitem, so etwa der Libanon-Bericht, der mit einer frischen Schreibe in ein Land eintaucht, aus dem man nun auch noch nicht so viel gelesen hat. Wohlgemerkt aus einer Krisenregion, was Kampfhandlungen zwischen Sunniten und Hisbollah am Nationalstadion verdeutlichen. Interessanterweise kommt der Bericht von einer Autorin, was in der hiesigen Fanzine-Landschaft ja schon leider die Ausnahme darstellt (ich erinnere mich an Verena im Daggl und Linda in der Beziehungskiste, beide haben aber schon länger nichts mehr zu Papier gebracht). Gerade in einem muslimisch geprägten Land kommen so natürlich nochmal ganz andere Wahrnehmungen zutage.

Fast genauso gut ist der Marokko-Bericht. Dank Ryanair und easyJet inzwischen ja deutlich einfacher zu erreichen, was den Report dank seiner tollen Tour, den aussagekräftigen Fotos und flockigem Schreibstil aber dennoch keineswegs schmälert. Kurz und knapp: Richtig gutes Heft. Kaufen!

STS

Sonntag, 31. Mai 2015

Wuhleprädikat wertvoll 1

Herausgeber: Wuhlesyndikat
Erscheinungsdatum: 2007
Seiten: 80
Preis: 2,50



Fünf Ausgaben konnte "Der Pate", bekanntes und hochgeschätztes Szene-Schmöker aus Ost-Berlin, ans Tageslicht bringen, bevor die Schreiber die Arbeit einstellten. Nun wurde im September des vergangenen Jahres der Nachfolger präsentiert. Das neue Sprachrohr des Wuhlesyndikats verspricht durch die Aufmachung in schwarz/weiß sowie den klar und schnörkellos gegliederten Texten schon einen gewissen Kontrast zum Hochglanz-Paten. Inhaltlich findet der Leser so manch bewährten Federhelden (in gewohnt relaxtem Berliner Dialekt) wieder, aufgrund der hohen Schreiberzahl ist aber sogar noch mehr Abwechslung rein gekommen, was für unterhaltsamen, frischen Wind im Heft sorgt.

Für erheiternde Highlights unter den Berichten der kompletten Saison 06/07 sorgen in meinen Augen die Anekdoten rund um die Spiele des FC Union in Wilhelmshaven, Düsseldorf (wenngleich der Trip dort für den Pöbel im üblichen, samstäglichen Düsseldorf-Radau endete) und Ahlen. An einigen Berichten wird hingegen der durchaus vorhandene Hang zum Asozialem, wenn nicht gar Ekelerregendem deutlich, nicht umsonst zieren zuweilen eine "AusWärtS – Sudeltours Köpenick"- oder eine "Kommando Suffschiss"-Fahne den Gästeblock bei FCU-Awayspielen. 

Den Gedankenanstoß bezüglich des Slogans "Ultras! Just Fans!" kann ich nicht ganz unterschreiben. Sicherlich wurde auch dieser Passus schon hinlänglich diskutiert und es mag sein, dass die Fanszene an der Alten Försterei nicht eins zu eins mit der eines Bundesligisten, wie wir sie beispielsweise in Bremen vorfinden, zu vergleichen ist. Dennoch denke ich, dass der Begriff "Fan" heute mittlerweile kaum was mit Fanatismus oder ähnlichem zu tun hat. Die Leute, die heutzutage als "Fans" tituliert werden, haben oftmals wenig mit dem gemein, was ich unter dem Begriff verstehe. Es fehlt schlichtweg der passende Begriff für dieses Dogma. 

Einen gewissen Anteil im Heft erhalten die Reisen ins europäische Ausland. Die Hoppingcrew bewegte sich dabei zwischen Malmö und Genua, zwischen Marseille und Tallinn. Sehe ich persönlich immer ganz gerne, wenn diesbezüglich Abwechslung vorherrscht und nicht nur eine Himmelsrichtung angesteuert wurde. Ein Spielerinterview, ein paar ansehnliche Collagen und weitere Gedanken aus der Fanszene peppen das Heft auf, ohne es mit unnötig viel Tinnef zu beladen. Hat einen guten Eindruck hinterlassen!

STS

Mittwoch, 29. April 2015

Blickfang Ultra - Tattoo Spezial

Herausgeber: Burkhardt & Partner Verlag
Erscheinungsdatum: 2015
Seiten: 415, f
Preis: 24,90 



Die interessierte Meute musste sich in Geduld üben. Ein verlängerter Einsendeschluss, verschobene Redaktionsfristen und so weiter. Fast ein Jahr nach der ersten Ankündigung liegt es endlich vor. Das Blickfang Ultra Tattoo-Spezial. Ein richtiger Wälzer. 415 Seiten stark. Die Herausgeber warben offensiv um Einsendungen. Von manchen Vereinen kamen mehr Bilder, von anderen deutlich weniger. Insgesamt darf der Leser aber eine gelungene Mischung mit einem großen Auslandsteil (gut 80 Seiten) erwarten.


Das Buch macht einen wertigen Eindruck. Die Druckqualität ist hoch. Von allen eingesendeten Bildern, kann man das aber leider nicht sagen. Vielleicht hätten die Autoren nicht jede Abbildung mit ins Buch nehmen müssen. Weniger ist manchmal einfach mehr und ob die Weißflächen auf einigen Seiten vom Layout so gewollt waren, kann ich mir auch nicht vorstellen. Oder muss das so? ;-)


Dennoch: Der Leser bekommt eine mehr als umfangreiche Sammlung verschiedenster Tätowierungen. Von modern bis oldschool, von einfach bis aufwendig. Da sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Sei es, um sich Anregungen für eigene Vorhaben zu holen, oder einfach nur um darin zu schmökern. Textlich darf der Leser, besser Betrachter, nicht zu viel erwarten. Abgesehen von einer kleinen Einleitung, verlieren die Autoren kaum Worte. Infos zu den Tattoos sind ebenfalls Mangelware. Hier sprechen die Bilder für sich. Der Preis von 24,90 € geht aufgrund der hohen Druckqualität auch in Ordnung.

Eine Kaufempfehlung gibt es für jeden, der sich mit dem Thema gerne auseinandersetzen möchte, oder einfach nur eine Inspiration sucht. Dazu der passende Leitsatz auf dem Buchrücken, den die Herausgeber dort hinterlassen haben: „Ultras und Nadelstiche – Dokumentation und Inspiration“